eiko_icon Alarmübung Stadtfeuerwehr

Brandeinsatz > Industriebetrieb
Einsatzort Details

Carl-Zeiss Straße
Datum 14.08.2017
Alarmierungszeit 17:46 Uhr
Alarmierungsart Melder
Einsatzleiter Stadtbrandmeister
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Buxtehude Zug II
Feuerwehr Ottensen
    Feuerwehr Ovelgönne
      Feuerwehr Neukloster
        Feuerwehr Immenbeck
          Feuerwehr Hedendorf
            Feuerwehr Dammhausen
              Feuerwehr Daensen
                Feuerwehr Buxtehude Zug I

                  Einsatzbericht

                  Quelle Bilder und Bericht: BT-Online
                   
                  Buxtehuder schauen Feuerwehr bei Alarmübung zu
                  Schaulustige erwünscht: Vor den Toren des Logistik-Unternehmens EP Logistic retten Feuerwehrleute auf einer Wiese im Gewerbegebiet Ovelgönne nach einem Unfall eine eingeklemmte „Person“ aus einem Pkw. Fotos Vasel
                   
                   

                  OVELGÖNNE.

                  Rund 120 Buxtehuder Feuerwehrleute haben am Montagabend im Gewerbegebiet Ovelgönne den Ernstfall geprobt – mit einer öffentlichen Alarmübung bei EP Logistic an der B 73.

                  Viele Bürger waren dem Aufruf von Stadtbrandmeister Horst Meyer gefolgt.

                  Um Punkt 18.46 Uhr heulten am Montag stadtweit die Sirenen. Alle vier Züge der Feuerwehr der Hansestadt Buxtehude rückten aus – mit rund 120 Einsatzkräften. Das Technische Hilfswerk unterstützte sie.

                  Personenrettung mit der Hilfe einer Steckleiter.

                  Das Szenario: In den Hallen von EP Logistic ist ein Feuer ausgebrochen. Mehrere Personen werden in den Gebäuden vermisst. Eine Person ist unter einem Lkw eingeklemmt. Vor dem Tor hat sich zeitgleich ein Verkehrsunfall ereignet, eine Person ist in dem Wrack gefangen und schwer verletzt. An drei Orten stellten die Einsatzkräfte ihr Können unter Beweis, die vielen interessierten Schaulustigen konnten Fragen stellen. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Neumann aus Ovelgönne erklärte am Mikro das Geschehen.

                  Brandbekämpfung unter Atemschutz.

                  Die Wehren übten unter anderem die Herstellung der Wasserversorgung und die Personenrettung mit Hilfe der Steckleiter. Mit schwerem Gerät wurde der Pkw zerlegt. Mit der Übung wollte die Feuerwehr nicht nur an den Stadtbrand von 1911 erinnern, sondern auch für das Ehrenamt werben und das Leistungsspektrum der Wehren deutlich machen. Gegen 20 Uhr rückten die acht Wehren wieder ein.

                  Erinnerung an den „Großen Stadtbrand“ von 1911

                  1911 brannte das Rathaus-Viertel.

                  Mit der Schauübung bei EP Logistic in der Carl-Zeiss-Straße im Gewerbegebiet Ovelgönne hat die Buxtehuder Feuerwehr an den „Großen Stadtbrand“ vom 14. August 1911 erinnert. Damals brannte das Rathaus-Viertel zwischen der Breiten Straße und der Kirchenstraße ab. 42 Häuser und das Rathaus von 1408 lagen in Trümmern, mehr als 200 Buxtehuder wurden seinerzeit obdachlos.

                  Zwei Feuer hatten die Menschen im Sommer 1911 bereits in Panik versetzt; für Sonntag, 13. August, hatte ein Hellseher einen noch schrecklicheren Brand vorausgesagt. Seine Prophezeiung trat einen Tag später ein. „Unsere älteste Spritze ist 42 Jahre alt, die Dichtigkeit der Schläuche lässt zu wünschen übrig. Wann endlich stimmt das Bürgervorsteher-Kollegium dem Gesuch zu, eine fahrbare Dampfspritze und eine Magirusleiter zu kaufen; die Brände der letzten Zeit haben doch gezeigt, wie wichtig die Anschaffung ist“, mahnte der Verleger des Buxtehuder Wochenblattes, heute TAGEBLATT, noch am 4. August in seiner Zeitung. Seitdem hat sich einiges getan: Die Buxtehuder Handspritzen förderten im Jahr 1911 lediglich jeweils 200 Liter in der Minute, die kurz nach dem „Großen Stadtbrand“ angeschaffte Dampfspritze schaffte bereits 1500 Liter. Zum Vergleich: Allein das Tanklöschfahrzeug TLF 32/91/10 von Zug I schafft heute bis zu 3200 Liter in der Minute. Übrigens: Selbst, als das Rathaus von 1408 nach dem „Großen Stadtbrand“ vom 14. August 1911 in Trümmern lag, war der Ratskeller tagsdrauf wieder geöffnet, um die Tausenden von Schaulustigen aus Stade und Hamburg inmitten der Trümmer des Rathausquartiers zu versorgen. Das neue Rathaus wurde am 15. November 1914 eingeweiht.