eiko_icon Feuer 1 Unklare Rauchentwicklung

Brandeinsatz > Wohngebäude
Einsatzort Details

Jägerstieg
Datum 14.09.2016
Alarmierungszeit 22:07 Uhr
Alarmierungsart Melder
Einsatzleiter Stadtbrandmeister
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Buxtehude Zug II
DRK Bereitschaft Buxtehude
    Feuerwehr Buxtehude Zug I
      Polizei Buxtehude
        UGR - ÖEL

          Einsatzbericht

          Dachstuhlbrand im Mühlenweg / Jägerstieg

          Zu einem Dachstuhlbrand mussten am Mittwochabend beide Züge der Ortswehr Buxtehude und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung in den Mühlenweg ausrücken. Anwohner hatten eine starke Rauchentwicklung, Rauchmelderpiepen und Feuergeräusche an einem dortigen Mehrfamilienhaus wahrgenommen. 
          Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachstuhl eines Anbaus in Flammen. Personen waren nicht mehr im Gebäude. Durch die Einsatzkräfte wurde mit der Drehleiter und Steckleitern das Dach aufgenommen, um die Brandnester im Bereich einer Dachgaube bekämpfen zu können. Mit vier C-Rohren konnte das Feuer von innen und außen unter Atemschutz und mit Hilfe zweier Wärmebildkameras abgelöscht werden.
          Ein Übergreifen des Feuers auf weitere Wohnungen konnte durch die Einsatzkräfte verhindert werden, dennoch wurden angrenzende Räumlichkeiten durch Rauch und Löschwasser zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die betroffenen Bewohner konnten in einem Hotel untergebracht, bzw. hausintern umziehen.

          Gegen ein Uhr mussten die Einsatzkräfte schließlich noch einmal ausrücken. Teile der neuen Dachdämmung, die im Rahmen von Sanierungsarbeiten erst am Mittwoch eingebaut wurden, hatten sich vermutlich durch Restwärme selbst entzündet. Feuerschein war bei Vollmond zu sehen. Über die Drehleiter mussten weitere Bereiche des Dachs abgedeckt und das Feuer gelöscht werden.
          Gegen 3:30 Uhr konnte schließlich der Einsatz beendet werden und die Einsatzkräfte rückten ein.

          Wieder einmal hatte dieser Einsatz für "Unruhe" in den sozialen Medien gesorgt. Speziell in einer Buxtehuder Facebookgruppe wurde "heiß" über den Einsatz diskutiert. Leider auch immer mit vielen Spekulationen und fehlendem Fach- und Hintergrundwissen. Wir würden uns wünschen, wenn solch spekulatives Gerede aufhören würde. Spätestens am nächsten Tag wird in der Presse oder auch hier ein Überblick über den Einsatz zu finden sein, sofern er für die Öffentlichkeit von Interesse ist.

          Spektakulär und für einige auch angsteinflößend war auch das nicht enden wollende Presslufthorn der ausrückenden Einsatzfahrzeuge. Gut zu hören im gesamten Stadtgebiet bei der abendlichen Ruhe, jedoch bei Einsatzfahrten zwingend vorgeschrieben.

           

           

          Bericht BT-Online:

          BUXTEHUDE. Einsatz - für beide Züge der Ortsfeuerwehr Buxtehude: In der Nacht zu Donnerstag hat der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Buxtehude - Altkloster gebrannt.

          Kurz nach 22 Uhr mussten die Feuerwehrleute das erste Mal ausrücken, Nachbarn hatten eine starke Rauchentwicklung in dem Wohnhaus an der Ecke Jägerstieg/Mühlenweg gemeldet. Der Qualm zog bis zum Ottensener Weg. Das Feuer war vermutlich im Bereich des Dachbodens - im Bereich der Gaube - ausgebrochen. 70 Feuerwehrleute waren laut Stadtbrandmeister Horst Meyer im Einsatz.

          Die Wehren bekämpften das Feuer, sie verhinderten ein Übergreifen auf weitere Wohnungen. Acht Personen wohnen in dem Mehrfamilienhaus, sie waren zum Teil im Urlaub oder bei der Arbeit. Eine Familie mit drei Kindern kam vorerst im Hotel unter. Die Bewohner der von Löschwasser, Rauch und Feuer in Mitleidenschaft gezogenen Wohnungen werden innerhalb des Hauses umziehen können. Die Eigentümer hatten ihre Immobilie - sie besteht aus einem zu Wohnungen umgebauten ehemaligen Lebensmittelladen, verbunden mit zwei älteren Wohnhäusern - gerade erst aufwendig saniert, am Tag hatten Handwerker gedämmt.

          Teile der Dämmung haben  sich offenbar gegen ein Uhr entzündet. Zweiter Einsatz für die Ortswehr. Feuerschein war bei Vollmond zu sehen. Mit Hilfe der Drehleiter wurden die Brandnester abgelöscht, weitere Teile des Daches mussten abgedeckt werden.

          Feuerwehr und Polizei schätzten den Schaden auf 100.000 Euro. Die Brandursache ist offen, die Brandermittler werden sich in den nächsten Tagen einen Überblick verschaffen.