eiko_icon Bahnunfall

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Einsatzort Details

Bahnhof Süd
Datum 30.08.2015
Alarmierungszeit 00:53 Uhr
Alarmierungsart Melder
Einsatzleiter Stadtbrandmeister
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Buxtehude Zug II
Feuerwehr Buxtehude Zug I
    DRK Bereitschaft Buxtehude

      Einsatzbericht

      Bahnunglück im Buxtehuder Bahnhof - zwei Züge kollidieren auf Gleis 4

      Ein Massenanfall von verletzten Fahrgästen forderte in der Nacht zu Sonntag mehrere Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Bereitschaft und hauptamtliche Kräfte vom DRK. Eine S-Bahn und ein Zug der EVB waren nach einem Weichenfehler auf dem EVB-Gleis zusammengestoßen. Durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle wurde umgehend Großalarm ausgelöst. Beide Züge der Ortswehr Buxtehude, sowie die Bahnerdungsgruppe d...er Feuerwehr Horneburg wurden in den Buxtehuder Bahnhof beordert.
      Während die Feuerwehr die Ausleuchtung der Einsatzstelle und die Rettung der Verletzen aus den Waggonwracks übernahm, wurde durch die Bereitschaft des Buxtehuder DRK ein Behandlungsplatz auf dem nahegelegenen Park & Ride Parkplatz aufgebaut. Das THW sorgte für dessen Ausleuchtung. Die hauptamtlichen Kräfte übernahmen gemeinsam mit Kräften der Feuerwehr die Erstversorgung der Verunglückten. Alles in allem sollen etwa 25 Personen in den beiden Zügen betroffen gewesen sein.

      Dass es sich bei dem Einsatz lediglich um eine groß angelegte Übung der Bahn in Zusammenarbeit mit den örtlichen Organisationen handelte, wurde den meisten Einsatzkräften erst an der Einsatzstelle klar. Einige Wenige waren verständlicherweise nicht gerade erfreut über eine Einsatzübung weit nach Mitternacht. Jedoch lassen sich solche Szenarien in Bahnhöfen erst nach Betriebsschluss durchspielen. Dass die Zusammenarbeit der Organisationen geprobt werden muss, sollte natürlich jedem bewusst sein und ließ im Laufe der Übung auch die wenigen negativen Stimmen verklingen. Insgesamt war die Übung für alle Beteiligten sehr lehrreich und informativ.

       

      Quelle Buxtehuder Tageblatt:

      BUXTEHUDE. Zu einer gemeinsamen Großübung mit der Deutschen Bahn rückten in der Nacht zu Sonntag die Buxtehuder Feuerwehren aus.

      Gegen 0.30 Uhr, so die simulierte Situation, waren ein Zug der EVB und eine S-Bahn am Buxtehuder Bahnhof zusammengestoßen. Dabei hatte es zahlreiche Verletzte gegeben. Einmal im Jahr probt das Notfallmanagement der Deutschen Bahn, Bezirk Harburg Nord, der von Hamburg Veddel bis Himmelpforten reicht, den Ernstfall. Und das nicht nur als Planübung am grünen Tisch, sondern vor Ort realistisch in Echtzeit mit anderen Rettungskräften. Geprobt werden Abläufe und das Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte. Diesmal waren neben der Buxtehuder Feuerwehr auch das THW, die Bundespolizei und das DRK im Einsatz. Der Schminkzug der Rotkreuzler hatte für die Übung 24 Statisten als Unfallopfer sehr realistisch als Unfallopfer, teilweise mit Verletzungen zurechtgemacht. Zunächst musste nach dem Eintreffen der Rettungskräfte der Horneburger Feuerwehrtrupp "Bahnerdung" dafür sorgen, dass die vermeintlich kollidierten Züge nicht mehr unter Strom stehen. In dieser Zeit sorgten die "Verletzten" in den beiden Zügen durch Jammern und Stöhnen für ein durchaus realistisches Szenario. Nach der Stromabschaltung kümmerten sich Feuerwehrleute und Sanitäter für die Versorgung und den Abtransport der Zuginsassen. Sie wurden wegen der angenommenen Überlastung des Krankenhauses zunächst zu einem Behandlungsplatz in zwei vom Buxtehuder DRK aufgebaute Zelte gebracht. Dort würden sie im Ernstfall von Notärzten weiter versorgt. Übungsleiter Rolf Brunkhorst, Initiator und Betriebsleiter des Notfallbezirks Harburg, zeigte sich gegen Ende der rund zweistündigen Übung zufrieden mit dem Ablauf und zog "ein durchweg positives" Fazit. In einer Nachbesprechung am Montag werden die Ergebnisse und der Ablauf noch einmal genau analysiert.