eiko_icon Feuer 2 - Menschnleben in Gefahr

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Einsatzort Details

Alter Postweg
Datum 30.09.2014
Alarmierungszeit 17:35 Uhr
Alarmierungsart Melder
Einsatzleiter Stadtbrandmeister
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Buxtehude Zug II
Feuerwehr Ottensen
    Feuerwehr Ovelgönne
      Feuerwehr Neukloster
        Feuerwehr Immenbeck
          Feuerwehr Hedendorf
            Feuerwehr Dammhausen
              Feuerwehr Daensen
                Feuerwehr Buxtehude Zug I
                  Alarmübung

                  Einsatzbericht

                   
                  BUXTEHUDE. Alarm am Alten Postweg: Knapp 180 Feuerwehrleute mussten am frühen Dienstagabend ins Industriegebiet Ost ausrücken. Die Meldung: Unfall und Feuer bei Unilever. Die rund 120 Mitarbeiter mussten die Werkshallen verlassen, das interne Krisenteam der Firma nahm seine Arbeit auf. Glücklicherweise handelte es sich „nur“ um eine Alarmübung. Die vier Züge der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Buxtehude, die Umweltgruppe Süd und Unilever probten gemeinsam den Ernstfall. Stadtbrandmeister Horst Meyer und das Unternehmen zogen am Abend eine positive Bilanz.

                  Das Szenario: Ein Mitarbeiter arbeitet im 2. Obergeschoss einer Halle des Unilever-Werkes mit einer Einhandflex, ein Kollege sichert die Leiter. Durch eine Bodenöffnung gerät der Funkenschweif in das erste Obergeschoss, ein Fass mit Parfüm wird entzündet – unbemerkt von den beiden Mitarbeitern. Plötzlich erleidet der Arbeiter einen Kreislaufzusammenbruch, stürzt von der Leiter und zieht sich einen schweren, offenen Beinbruch zu. Das Unglück nimmt seinen Lauf. Die Leiter knallt gegen einen Salzsäurekanister. Dieser kippt um, die Flex beschädigt einen Behälter mit Natriumchlorid, die Flüssigkeit trifft die Mitarbeiter. Die Pforte am Haupteingang wird gegen 17.30 Uhr alarmiert, ein Firmen-Sanitäter macht sich auf den Weg. Zeitgleich breitet sich das Feuer aus, ein Kollege aus der Herstellung versucht, den Brand zu löschen. Vergeblich. Seine Arbeitskleidung fängt Feuer. Die Lage wird immer schlimmer. Chlorgas-Alarm wird ausgelöst. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst werden alarmiert.

                  Der Einsatz: Nach und nach treffen alle vier Züge der Feuerwehr Buxtehude ein, rund 180 Freiwillige Feuerwehrleute sind im Einsatz. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wird ein Hydrant bei Bacardi angezapft, 500 Meter Schlauch werden am Alten Postweg verlegt. Gemeinsam mit dem Krisenteam – bei Unilever gibt es sogar ein kleines Lagezentrum – schätzt die Feuerwehr die Gefahrenlage ein, ein Ausbreiten des Feuers soll verhindert werden. Koordinatoren des Unternehmens unterstützen die Einsatzkräfte und sorgen für die Evakuierung. Atemschutzträger dringen ins „verqualmte“ Gebäude vor, später unterstützt von Kameraden der Umweltgruppe Süd. Letztere kümmern sich in ihren Schutzanzügen um die Chemie, alle Vermissten werden herausgeholt, die Verletzten „verarztet“. Der Brand wird rasch unter Kontrolle gebracht.

                  Die Bilanz: Stadtbrandmeister Horst Meyer und der Unilever-Sprecher Sulyiman Nekzai zogen eine positive Bilanz. Alarmübungen wie diese verbesserten die Ortskenntnis der Ortsfeuerwehren; die Gefahrenlagen in den Buxtehuder Industriebetrieben könnten so besser eingeschätzt und Abläufe verbessert werden. Auch die Fachgruppenleiterin Sicherheit und Ordnung der Stadt, Doreen Eichhorn, verfolgte mit ihrem Team die Übung bei dem führenden Hersteller von Körperpflegemitteln.